Rettungsdienst im Kreis Heinsberg

Kreis Heinsberg. Die FDP-Kreistagsfraktion Heinsberg besuchte mit Liberalen aus Gangelt, Heinsberg und Geilenkirchen die Rettungswache in Geilenkirchen. Ralf Rademacher, Geschäftsführer der Rettungsdienst im Kreis Heinsberg gGmbH empfing die Delegation und stellte ihnen den RD HS vor. Er gab einen Einblick in den aktuellen Sachstand der Kommunalisierung, den aktuellen Gesetzgebungsverfahren wie dem Notfallsanitätergesetz und Rettungsdienstgesetz NRW. Nach ausgiebiger Diskussion wurden die Rettungswache und die Fahrzeuge besichtigt.

Gabi Molitor MdB führte in ihrem Vortrag aus, dass die notärztliche Versorgung im ländlichen Raum gewährleistet sein muss und Anreize für junge Ärzte geschaffen werden müssen. Gerade der Numerus clausus hält engagierte Abiturienten vom Medizinstudium ab. Da aber nicht nur Noten entscheidend über die Befähigung zum Arzt sind, sondern auch das Einfühlungsvermögen gegenüber dem Patienten mindestens genauso hoch zu bewerten ist, sollte hier – um gerade dem Arztmangel entgegen zu wirken – über eine Änderung nachgedacht werden.

Frau Molitor stellte hier im Kreis Heinsberg ein hohes Niveau an rettungsdienstlicher Versorgung fest, die nicht von Anspruchsausweitung aufgezehrt werden dürfe. Gerade hierüber entbrannte die Diskussion: Wann soll man den Rettungsdienst wirklich rufen?

Die Berliner FDP-Abgeordnete hörte sehr interessiert Herrn Rademacher zu, als dieser vom Pilotprojekt »Telemedizin« berichtete. Hierbei wird per EKG-Live-Übertragung ins Krankenhaus ein Arzt nicht als Ersatz für einen Notarzt, sondern als ergänzende Hilfestellung dazu geschaltet. Durch solche Projekte kann eventuell die rettungsdienstliche Versorgung gerade im ländlichen Raum verbessert werden, so Rademacher. Aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Notärzte ist noch ausbaufähig, damit die Attraktivität für Ärzte gesteigert wird, waren sich die Anwesenden einig.

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